Photographische Farbkompositionen Corbusierhaus Berlin


Die im Corbusierhaus - Berlin entstandenen Arbeiten sind keine Architekturphotographien im klassischen Sinne.


Ziel der klassischen Architekturphotographie ist es, den Raum durch Perspektive, räumliche Staffelungen und Größenverhältnisse so gut wie möglich wieder zu geben. Sie ist also darauf angelegt, den vorhandenen Raumeindruck zu vermitteln.


Im Gegensatz dazu sollen die hier ausgestellten Arbeiten keinen Raumeindruck der Architektur wieder geben, sondern haben die Aufhebung der Räumlichkeit zum Thema.


Der Raum wird in eine Zusammensetzung von Flächen zerlegt und ist als abstrakte Komposition lesbar. Vorhandenes und / oder Bekanntes wird in einen neuen Kontext überführt und kann als eigenständiges Bild wirken. Erst auf den zweiten Blick soll die Architektur erkennbar oder lesbar werden.


Die "photographischen Farbkompositionen Corbusierhaus Berlin" sind von dem verwendeten Farbkanon Le Corbusiers inspiriert. Bei den Bildern dominiert der graphische Bildaufbau und nicht die Architektur.


Auf den ersten Blick entsteht der Eindruck einer "gemalten" Komposition. Obwohl beim genaueren betrachten Farbauftrag, Pinselstrich und Struktur sichtbar werden, wird durch Verschmutzungen, Kratzer und Gebrauchsspuren deutlich, dass es sich nicht um ein Gemälde, sondern um eine Detailaufnahme von gebautem, genutztem Raum handelt.


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